Februarflattr und Gendergap

Hey ihr!

Zuerst mal das Geld: In diesem Monat sind 16 Cent zusammengekommen. Trotz der bombastischen Zugriffszahlen, über die ich mich umso mehr freue. Die Audionarchierezensionen scheinen auf großes Interesse gestoßen zu sein, ebenfalls die Vorabrezension von Narfland. Davon gibt es in dieser Woche noch die zweite Folge, die am Sonntag herauskommt. Allerdings ist das ja alles schon Märzgeplänkel und kein Februarvorfall. ;)

Zur zweiten Sache: Eigentlich fand ich es gar nicht erwähnenswert, aber da ich in letzter Zeit mehrmals darauf angesprochen wurde, möchte ich ein paar Worte über geschlechtergerechte Schreibweisen verlieren. Ich hab vor einer ziemlichen Weile schon darüber mit Silver Scythe auf ihrem Blog diskutiert.
Die These hinter gegendertem Schreiben ist, ganz kurz gesagt, dass Sprache das Denken beeinflusst und somit auch das verstärkt wahrgenommen wird, das zur Sprache kommt. Frauen sind in der deutschen Sprache stark unterrepäsentiert, vor allem, wenn für den Plural von Personengruppen, die nicht rein weiblich sind, konsequent die männliche Form gebraucht wird. Auch die allgemeine Form einer Person, etwa „Sprecher“, ist männlich. Männlichkeit gilt in Sprache und Gesellschaft also als Norm, alles andere, also Frauen oder Transmenschen sind Abweichungen davon. Um das Ganze differenzierter zu gestalten, habe ich lange Zeit die Form des Binnen-Is genutzt, also entweder von HörerInnen (m und w), Hörerinnen (nur w) und Hörern (nur m) gesprochen. Damit weiß jede_r sofort, was gemeint ist. Mittlerweile bin ich zur Gendergap übergegangen, die von der Annahme ausgeht, dass es mehr als zwei Geschlechter gibt, sowohl biologisch als auch sozial. Als Queerfeminist sehe ich es als problematisch an, dass mensch sich in eine von zwei sozialen Geschlechterrollen einordnen muss. Der Druck, der da auf eine_n ausgeübt wird, passiert bei vielen Menschen ganz unbewusst. Um mal zum Drübernachdenken anzuregen, nenne ich mit dem Unterstrich auch alle Menschen mit, die sich zwischen den Geschlechtern oder komplett jenseits davon einordnen.
Natürlich sehe ich ein, dass diese Schreibweisen ästhetische Defizite haben und relativ sperrig sind. Daher versuche ich sie in meinen Rezensionen so gut wie möglich zu umschiffen. Trotzdem sind sie mir ein echtes Anliegen.

So, das wär’s von mir für diesen 10. des Monats.
Ich freue mich weiterhin über Kommentare, Mails und alles andere, was Feedback ist.

Euer Pandialo

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Ein Kommentar zu Februarflattr und Gendergap

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